Uschi Erber Filmschnittmeistern / Cutterin
Projekt Details

  • 2011 TV Film - BR
  • Der Weg zur Macht

    Weg zur Macht schildert, mit dem sogenannten Blutmai vom 1. Mai 1929 beginnend, die ersten Wahlerfolge der NSDAP, infolge der Wirtschaftskreise des gleichen Jahres, bis hin zu ihrem Aufstieg als Massenpartei und Aspirantin auf die Macht, im Sommer 1932.
    Gleichzeitig wird nicht nur die Spaltung der Arbeiterbewegung in zwei verfeindete Lager (SPD und KPD) geschildert, sondern auch das Schicksal von einfachen Leuten, wie Hannah Wölke und ihrem Sohn Fritz, der zum Hitlerjungen wird. Den immer frecher agierenden Trupps der SA, setzen weder Regierung noch Bürgertum großen Widerstand entgegen. Einer der profiliertesten Kritiker dieses Nichtwiderstands, Carl von Ossietzky wird schließlich kriminalisiert und eingesperrt, während die Nazis immer mehr die Straße beherrschen. Josef Goebbels, der ruhelos Agitator und Vasall Hitlers, gewinnt maßgeblichen Einfluss und beginnt seine innerparteilichen Gegner zu isolieren. Mit einer generalstabsmäßig vorbereiteten Provokation beim Anlaufen des Antikriegsfilmes „Im Westen nichts Neues“ 1930, können die Nationalsozialisten ein Verbot des Filmes bewirken und so ihren ersten großen publizistischen Erfolg verbuchen. Antisemitische Aktionen folgen und führen zu lächerlichen Strafen für die Täter. Dies zeigt den Nazis, dass sie sich in der untergehenden Weimarer Republik fast alles erlauben können, denn wehrhaft nach rechts ist diese Demokratie nicht mehr. So bereitet sich die Machtübernahme Hitlers am 30. Januar 1933 schon in den Jahren 1929-32 vor. Eine Entwicklung die nicht zwangsläufig war. Jedoch scheiterte die erste Demokratie an einem Mangel an Demokraten.


     
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