Uschi Erber Filmschnittmeistern / Cutterin
Projekt Details

  • 2011 TV Film - BR
  • Europas letzter Sommer

    Europas letzter Sommer schildert die dramatischen fünf Wochen zwischen dem Attentat von Sarajewo, Ende Juni 1914, auf den Österreichischen Thronfolger Erzherzog Ferdinand und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, Anfang August 1914.
    Die Handlung beschränkt sich hierbei auf die beiden zentralen und verbündeten kontinentalen Mächte: Deutschland und Österreich. Während die Welt das Attentat, bei dem der Thronfolger und seine Frau zu Tode kommen, eher beiläufig aufnimmt, spult sich hinter den Kulissen, in den Machtzentren Berlin und Wien ein undurchsichtiges Ränkespiel ab, das hier erstmalig filmisch beleuchtet wird. Zuerst eher zögerlich, lässt sich Österreich-Ungarn schließlich zu einem Krieg gegen Serbien drängen. Maßgeblich ist hierbei der Einfluss des Deutschen Reiches und seines Kanzlers Bethmann-Hollweg, der seinerseits von hohen Militärs und seinem Berater angetrieben wird. Da Serbien mit Russland verbündet ist und dieses mit Frankreich und England (Triple-Entente), entsteht eine Kettenreaktion, die schließlich zum Weltkrieg führt, obwohl Großbritannien, mehrfach internationale Verhandlungen zur Vermeidung des Kriegs anmahnt. Kaiser Wilhelm II und Kaiser Franz-Josef von Österreich erscheinen hier als Randfiguren, an denen die eigentliche Politik Richtung Krieg vorbeigeht. Was mit den Schüssen auf den Thronfolger begann entwickelt sich schließlich zur Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.


     
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